Mercedes Benz W123 240 D

1984, 30-50,000 km, Diesel Motor

Auto anfragen
Scariastraße 15, Blasewitz, Dresden, Deutschland

Spezifikationen

Jahr 1984
Kraftstoff Diesel
Kilometerstand 30-50,000 km
Türen 4 Türen
Sitze 5 Sitze
Getriebe manuell
Verbrauch 7 L/100km
Typ Oldtimer

Zubehör

CD-Player

Autobeschreibung

Zur Vermietung steht ein absolut originaler und rostfreier W123 in der klassischen Farbi liazgrau. Das Fahrzeug ist auf ein historisches 07 Kennzeichen angemeldet und kann damit problemlos zu Fahrten des kulturhistorischen Erbes, also z.B. Hochzeiten und Oldtimerausfahrten, bewegt werden.

Allgemeines

Die Baureihe W123 wurde von November 75 bis Januar 1986 ca. 2,7 Millionen mal gebaut. Dabei unterscheidet man zwischen der Serie 0,5 (1975-1976), der ersten Serie (1976-1979), der zweiten Serie (1979-1982) und der dritten Serie (1983-1986).

Zu jeder Serie kamen gewisse Neuerungen, sodass sich die Serie 0,5 durch viele Details von der dritten Serie unterscheidet, wobei man die Dritte Serie gut an den rechteckigen Scheinwerfern erkennen kann, wo vorher nur zwei runde "Ochsaugen" verbaut wurden. Die Eckigen Scheinwerfer waren bis zu dritten Serie nur den Topmodellen, dem 300D und dem 280E, sowie den Coupés vorbehalten.

Den 123er konnte man in vier Karosserievarianten bestellen. Dazu gehört die Limousine, das T-Modell (Kombi), die Langversion, und das Coupé.

Zum 240D

Der 240D (OM 616) ist ein Vierzylinder Reihenmotor als Vorkammerdiesel mit 2.404 cm³ bzw. später mit 2,399 cm³. Er hatte erst 65, dann 72PS, wobei das Starten der 65PS Variante noch mittels Zugstarter geschehen muss. Außerdem hat der 240D ein maximales Drehmoment von 137Nm, die schon bei 2400 Umdrehungen anstehen. Der 240D wurde relativ häufig verbaut, aber er ist trotzdem, wie alle 123er, ein beliebtes Fahrzeug, was ihn heute selten macht. Der reelle Verbrauch liegt etwa bei 7L Diesel auf 100km.

Mein Eindruck

Die Fahrt mit dem 240D (Handgeschaltet, dritte Serie, Bj. 1983) gefiel vielen sehr gut, es ist ein herrlich entspanntes cruisen was den Alltag schnell vergessen lässt.

Schon beim Öffnen und Schließen der Tür fällt einem auf, dass man in einem knapp 30 Jahre alten Fahrzeug sitzt. Die Tür schließt sich sehr charakteristisch mit einem -"klack".

Sofort fühlt man sich zuhause. Die dunklen Sessel fangen den Fahrer und seine Beifahrer weich auf, sodass eben das von mir so angepriesene "welcome home-flair" entsteht und alles wirkt, wie für die Ewigkeit gemacht.

Die Fahrt sollte beginnen, da wird man mit dem Vorglühen konfrontiert. Was beim W204 nebensächlich geschieht, muss beim 123er noch etwas Zeit kosten.

Als der 240D dann gestartet war, wurde mir sofort ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Er ist zwar zwar das Gegenteil von den modernen und "zarmen" Dieseln, aber eben genau das macht ihn aus. Er nagelt ziemlich rau und auffällig, aber man bekommt die Illusion von Unzerstörbarkeit und Langlebigkeit in den Kopf gesetzt. Dann kann man sich am einzigartigen Fahrgefühl erfreuen. Man sieht eine komplette Motorhaube und vorne thront der Stern so stolz es nur geht.

Der 240D ist kein Beschleunigungswunder, aber er reicht aus, um im Verkehr mitzuschwimmen. Es ist komfortables Gleiten angesagt. Einige behaupten auch, dass knappe 160 auf dem Tacho auch mit dem 240D gut möglich sind. Daher soll keiner spotten, der 240D sei eine lahme Krücke. Schnell ist er zwar nicht, aber ausreichend. Die Wanderdünen sind eher der 200D und der 220D, aber was möchte man auch von einem etwa 30 Jahre alten (Saug-)Diesel verlangen?

Das nächste Aha-Gefühl bekam ich bei der Lenkung, denn auch diese ist in keinster Weise mit heutigen Fahrzeugen zu vergleichen, obwohl die Servolenkung den Wagen souverän durch die Landschaft steuert. Das Fahrzeug lässt sich indirekter lenken und es untersteuernder, als moderne Fahrzeuge. Das ist eben Effekt der "Evolution", die das Auto erfuhr.

Die Federung ist weich abgestimmt, was auch sehr gut zum 240D passt, denn dadurch wird der Charakter der komfortablen Oberklasselimousine unterstrichen.

Am Ende der Fahrt gönnt Euch einen Blick unter die Haube. Sofort fällt diese Leere auf. Man kann sogar die Pflasterung, auf der das Auto steht, gut erkennen. Nun fragt man sich, ob man heutzutage wirklich so viel "Schnick-Schnack" am Motor braucht, oder ob alles doch letztendlich nur Verschlimmbesserungen, oder überflüssige Technologien sind, denn auch der 240D fährt sich nicht schlecht und ist eben längst nicht so anfällig, wie heutige Motoren.


Der W123 und speziell der 240D ist ein sehr solides Fahrzeug. Wer den 123er erst einmal zurecht gemacht hat, der kann sich lange an ein Auto mit Charakter und solider Technik erfreuen. Der Mercedes hat ein, für mich, sehr ansprechendes Design und verkörpert die pure Eleganz.

Das Fahrzeug ist einfach ein Meisterwerk deutscher Ingenieurskunst. Viele Faktoren, wie das Solide und die Eleganz tragen dazu bei, dass der 123er auch heute noch ein gern gesehener Mercedes mit einer großen Fangemeinde ist.

Technische Daten Mercedes 240 D (W123)
– Bauzeit: 1976 – 1985, dieser ist also einer der letzten
– Vierzylinder-Vorkammer-Dieselmotor (Daimler-Benz OM 616)
– 53 kW / 72 PS)
– 5-Gang-Schaltung
– Hinterradantrieb
– Länge / Breite / Höhe: 4725 mm / 1786 mm / 1438 mm
– Leergewicht: 1435 kg
– zulässiges Gesamtgewicht: 1905 kg
– Höchstgeschwindigkeit: 138 km/h
– 0-100 km/h: 25 Sekunden
– Verbrauch: 7 Liter / 100 km

Testbericht

Sebastian Viehmann, 24. November 2010
Vor 25 Jahren lief der letzte Mercedes W123 vom Band. Der große und gemütliche Benz ist heute ein angesagter Youngtimer, aber noch längst nicht in Rente: In vielen Ländern schrubbt er Kilometer bis zur Ewigkeit.

Die Rückbank von Mohammeds Mercedes ist so durchgesessen, dass man Angst hat, gleich mit dem Allerwertesten über den Asphalt zu schliddern. Auch von außen sieht man dem verbeulten Benz sein Alter an: Der rechte Scheinwerfer ist blind, am verbogenen Kühlergrill kleben weiße Reflektoren, an den Außenspiegeln pappen verblichene Deutschland-Aufkleber. Den Innenraum hat sich Mohammed mit Teppichen und allerlei Zierrat behaglicher gemacht. „Diese Autos kriegt man einfach nicht kaputt“, sagt der Taxi-Fahrer, der im marokkanischen Fez mit seinem Mercedes 240 D die ganze Familie ernähren muss.

Das Auto leistet 65 PS und braucht aus dem Stand eine halbe Minute bis Tempo 100. Der Vorkammer-Dieselmotor nagelt unwirsch vor sich hin. Das zulässige Gesamtgewicht von 1,9 Tonnen ist für den 1,4 Tonnen schweren Wagen eher ein theoretischer Wert – mit einem halben Dutzend Passagieren plus Gepäck ist „hoffnungslos überladen“ der natürliche Fahrzustand eines marokkanischen Sammeltaxis. Fast alle Autos sind vom Typ Mercedes W123, und manche von ihnen haben mehr als eine Million Kilometer auf dem Tacho.

Tausende Kilometer weiter westlich in Berkeley, Kalifornien, tankt Melissa Hardy ihren fast 30 Jahre alten Mercedes auf. Auch Melissas Wagen ist ein W123. Ein dicker Turbodiesel-Schriftzug prangt auf der Heckklappe der champagnerfarbenen Limousine. Doch es ist kein normaler Diesel, der da in den Tank sprudelt. Melissa ist eine von fünf Besitzerinnen der „BioFuel Oasis“, der ungewöhnlichsten Tankstelle Kaliforniens. „Wir verkaufen ausschließlich Biodiesel, der im Umkreis von 200 Meilen aus gebrauchtem Frittenfett hergestellt wird“, erklärt Melissa. Und der Youngtimer W123 ist bei den alternativen Diesel-Freunden besonders beliebt.Mohammed und Melissa stehen exemplarisch für eine bunte weltweite Fangemeinde, die diese Baureihe bis heute hat. Der W123 ist nicht so wertvoll wie ein 300 SL, nicht so elegant wie eine Pagode und nicht so barock wie ein Ponton-Benz. Trotzdem war die gemütliche Mercedes-Limousine, die Ende 1975 erstmals vom Band rollte, ein Meilenstein - und das nicht nur wegen ihrer oftmals biblischen Kilometerleistungen.

Die Limousine trat Mitte der 70er Jahre ein schweres Erbe an. Die Baureihe 114/115 (Strich-Acht) hatte sich nach anfänglich starkem Rostbefall zum soliden Brot-und-Butter-Benz mit langen Lieferfristen gemausert. Sie wurde bis Ende 1976 sogar noch ein Jahr lang parallel mit dem Nachfolgemodell gebaut, unter anderem deshalb, weil das Taxigewerbe darum gebeten hatte. Der W123 wuchs gegenüber seinem Vorgänger ein gutes Stück in die Länge, doch die 4,7 lange und 1,7 Meter Limousine brachte mit 1,39 Tonnen nicht mehr auf die Waage als ein Kompaktwagen von heute. Das Basismodell 200 hatte einen Vierzylinder-Vergasermotor mit 94 PS unter der Haube und kostete im Januar 1976 exakt 18.400 D-Mark. Geschaltet wurde mit einem manuellen Vierganggetriebe (fünf Gänge ab 1982), wobei der Schalthebel entweder in der Wagenmitte oder nach alter Väter Sitte am Lenkrad angebracht war. Für einen satten Aufpreis stand ein Automatikgetriebe zur Verfügung, und das war der hakeligen Handschaltung auch unbedingt vorzuziehen.

Schon beim Strich-Achter war das Design nicht gerade aufregend gewesen, der W123 konnte den Ruhepuls seines Fahrers ebenfalls nicht wesentlich erhöhen. Aber der Wagen sollte ja gerade ein Ruhepol sein, sozusagen die deutsche Eiche der Verlässlichkeit in den knallbunten, aber turbulenten 70er Jahren. Vielleicht ist das der Grund, warum der große Benz ein Kultmobil geworden ist, das alle Strömungen wie ein Fels in der Brandung überdauert hat. Die Designer konnten sogar einige Relikte der 60er Jahre zum W123 hinüber retten wie die in Wagenfarbe lackierten Radzierblenden mit verchromten Ringen.

Unter der Haube hätte der Wagen durchaus eine Innovation werden können, denn Ende der 60er Jahre experimentierte Mercedes mit Wankelmotoren. Mit dem Supersportwagen C111 als Sympathieträger wollte die Marke mit dem Stern den Wankel groß rausbringen. Der Rotationskolbenmotor hatte eine grandiose Laufruhe und viel Power, er war aber leider ein Säufer. Nach der Ölkrise 1973 war es deshalb vorbei mit dem Wankel, und der W123 bekam gewöhnliche Hubkolbenmotoren.

Gefördert durch den Benzinpreisschock, setzte sich schließlich der Dieselmotor auf breiter Front durch. Den „Wanderdünen“ 200 D und 240 D folgte der Turbodiesel 300 TD mit 125 PS. Der war zwar ein Quantensprung in Sachen Agilität, aber auch kein Kostverächter. Der 300 TD genehmigte sich im Schnitt 14 Liter pro 100 Kilometer, der 200 D nur 9,5 Liter. Den Turbolader musste man sich außerdem etwas kosten lassen, nämlich 6000 Mark extra – rund die Hälfte dessen, was man Anfang der 80er für einen neuen VW Golf auf den Tisch legte.

Wer noch 3000 Mark übrig hatte, konnte dem Mercedes ab 1982 sogar ein Antiblockiersystem spendieren. Neben technischen Neuerungen gönnte Mercedes seinem großen Mittelklässler ein paar neue Kleider. Das Coupé 230 C erschien 1977, ging aber nicht unbedingt als elegantestes Coupé mit Stern auf der Haube in die Geschichte ein. Auch nicht gerade in Hingucker, aber für viele Käufer eine willkommene Ergänzung der Palette war die Kombiversion (T-Modell). Die war in Mercedes-Vorstandskreisen zunächst höchst umstritten, man fürchtete mit diesem „Lieferantenauto“ um das Image der Marke. Doch das „Tourismus & Transport“-Modell des gemütlichen Benz hob sich mit einem schick eingerichteten Gepäckabteil und optionaler Niveauregulierung deutlich genug von Passat und Co. ab.Im November 1985 wurde der W123 in Rente geschickt, nach fast 2,7 Millionen gebauten Autos standen die Bänder still. Mehr als eine Million Fahrzeuge gingen in den Export. Das erfolgreichste Modell war der 240 D mit mehr als 450.000 Exemplaren, gefolgt vom 230 E. In der Produktionszahl übertraf die Baureihe sogar ihren Vorgänger: Der Strich-Achter lief nur 1,9 Millionen mal vom Band. Es ist fraglich, ob jemals ein Benz wieder als derart unverwüstlich gelten wird wie der W123. Taxifahrer Mohammed aus Fez jedenfalls kann sich den Wechsel auf ein modernes Gefährt nicht vorstellen: „Wer weiß, vielleicht wird mich mein Auto sogar überleben.“

Von Drivy festgelegte Nutzungsbedingungen

  • 28 Jahre alt und mindestens 3 Jahre im Besitz eines Führerscheins sein.
  • Nutzungserlaubnis in den folgenden Ländern: Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich (ohne Überseegebiete), Italien, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Vereinigtes Königreich.

Vom Besitzer festgelegte Nutzungsbedingungen

Maximale Distanz pro Tag 200 km
Carsten B.
Carsten B.
Mitglied seit 06.09.2015
Von
Bis
Bitte gib Datum und Uhrzeit für Start und Ende der Anmietung an...
Gesamtpreis
47 € Durchschnittlicher Preis pro Tag
Schau dir andere Einträge an
Preise enthalten Versicherung und Mobilitätsschutz

Bewertungen

1
Anmietung
-
1
Bewertung
Tina S.
30.05.2017

Die Anmietung hat problemlos geklappt. Schönes, gepflegtes Auto.

Verfügbarkeit

Aktualisiert: vor 5 Monaten
Verfügbar
Nicht verfügbar

Unsere Empfehlungen in und um Dresden

Melde ein Problem mit diesem Eintrag

Dein Bericht wird vertraulich an Drivy gesandt. Kein Dritter erhält Zugang.