Ohne Bußgeld ins Skigebiet: Neue europäische Verkehrsregeln ab 2017

In vielen europäischen Skigebieten gelten seit Jahresbeginn neue Regelungen im Verkehrsrecht. Um böse Überraschungen im Skiurlaub zu vermeiden, gibt Drivy, Europas führender Anbieter für privates Carsharing, Tipps zur Bußgeld-Vorsorge.

19. Januar 2017. Ob Italien, Österreich, Schweiz oder doch in Deutschland bleiben? Jeder Wintersportler hat so seine Vorlieben. Während die Ski-Saison bereits im vollen Gange ist, gab es in Europas Skigebieten über den Jahreswechsel einige Änderungen des Straßenverkehrsrecht. Drivy, Europas führender Anbieter für privates Carsharing, listet alle relevanten Gesetzesänderungen für Skifahrer im Folgenden auf.

Österreich - Delikt-Fotos gelten als Beweis
In Österreich dürfen Fotos aus Überwachungskameras seit dem 15.01.2017 auch für die Bestrafung von diversen Delikten verwendet werden. Diese umfassen Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung, unerlaubte Personenbeförderung, mangelnde Kindersicherung sowie das Nichtanlegen des Sicherheitsgurts.

Italien - Hohe Geldsanktionen und Fahrverbot
Wer in Italien beim Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung erwischt wird, zahlt nicht nur die 650 Euro Bußgeld, sondern muss auch damit rechnen, dass der Führerschein bis zu zwei Monate eingezogen wird. Für deutsche Autofahrer ist dies gleichbedeutend mit einem Fahrverbot in Italien.

Schweiz - Atemalkohol-Wegfahrsperre und Blackbox
Seit Jahresbeginn sind eine ganze Reihe Neuerungen im Schweizer Straßenverkehrsrecht in Kraft getreten. Bereits seit dem 1. Januar 2014 mussten alle Motorfahrzeuge mit Licht fahren - nun dürfen tagsüber auch die sogenannten Tagfahrlichter genutzt werden. Weiterhin müssen Fahrer, denen der Führerschein wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand auf unbestimmte Zeit entzogen wird, nach der Durchführung einer Therapie und aufgrund einer günstigen Prognose für fünf Jahre nur noch Kraftfahrzeuge führen, die mit einer Atemalkohol-Wegfahrsperre ausgerüstet sind. Ähnlich hart trifft es Raser in der Schweiz. Wer seinen Führerschein für mindestens zwölf Monate wegen Missachtung von Tempovorschriften abgeben muss, erhält ihn nur unter einer Auflage zurück: Während den folgenden fünf Jahren muss das Fahrzeug mit einer Blackbox (Datenaufzeichungsgerät) ausgerüstet sein.

Polen - heftige Freiheitsstrafen
Die polnische Regierung führte zum neuen Jahr drakonische Strafen für Verkehrsvergehen ein. Das Fahren ohne Führerschein wird nun mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft. Ferner erwartet den Sünder ein 15-jähriges Verbot, die Führerscheinprüfung abzulegen. Bei Unfällen unter Alkoholeinfluß, welche den Tod oder schwere Verletzung hervorrufen, drohen mindestens zwei Jahre Haft - egal wer Schuld an dem Unfall hat. Mit den harten Strafen will die Regierung für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen, denn in Polen enden neun von 100 Unfällen tödlich - zum Vergleich: In Deutschland sind es lediglich einer von 100.

Frankreich - Handschuhpflicht
Bereits seit Oktober letzten Jahres gibt es für Motorradfahrer eine Handschuhpflicht. Bei Nichteinhaltung wird ein Bußgeld fällig. Ferner dürfen Autofahrer, deren Pkw vor 1997 gebaut wurde, nicht mehr im Pariser Stadtgebiet unterwegs sein, andernfalls droht ein Bußgeld. Dies gilt bis zum ersten April nur für Franzosen, danach müssen sich auch Urlauber an die Regelung halten. Auch die tschechische Regierung plant diese Regelung für Prag.

“Nicht nur der Maut-Dschungel verwirrt so manchen Autofahrer in Europa. Gerade im Hinblick auf das Verkehrsrecht sind doch noch große Unterschiede zu beobachten,” kommentiert Julie Moskovits, Pressesprecherin Drivy Deutschland, die neuen Regelungen. “Wer mit dem Auto in Europa unterwegs ist, sollte sich schon vor Fahrtantritt über etwaige Besonderheiten informieren.”